Verwendung
Beim Gulasch entscheidet der Zeitpunkt: Zwiebeln und Fleisch anbraten, dann die Pfanne kurz von der Hitze nehmen, bevor das Gewürz hineinkommt. Paprikapulver verbrennt bei großer Hitze innerhalb von Sekunden und wird bitter — deshalb würzt man außerhalb des direkten Feuers, rührt um und löscht sofort mit Flüssigkeit ab.
Danach braucht es Zeit. Ein Gulasch ist nach anderthalb bis zwei Stunden fertig, und die Mischung ist darauf ausgelegt: Die Kräuter geben ihr Aroma langsam ab.
Ebenso für Schmorbraten, Rindsrouladen, Bohnentöpfe, Linseneintopf, ungarische Kartoffelsuppe. Vegetarisch mit Pilzen und Bohnen genauso gut wie mit Rind.
Gut zu wissen
100 g in der wiederverschließbaren Blechdose. Für einen Topf für vier Personen rechnet man zwei bis drei Esslöffel. Trocken und dunkel lagern.
Herstellung
Wir mischen und füllen das Gulasch Gewürz in unserer Manufaktur im Odenwald ab. Zwölf Zutaten, sonst nichts: kein Trennmittel, kein Geschmacksverstärker, kein Aroma, kein Zucker. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Der Paprika ist geräuchert, nicht bloß getrocknet — echter Rauch, kein Aroma. Als Salz verwenden wir Fleur de Sel.
Geschmack
Zwiebel steht an erster Stelle, und das ist beim Gulasch keine Nebensache: Ein ungarisches Gulasch ist im Kern ein Zwiebelgericht. Röstig-süß bildet sie die Grundlage.
Der geräucherte Paprika gibt der Mischung ihren Charakter — rauchig, tief, mit der Farbe, die ein Gulasch haben muss. Getrocknete Tomate bringt Fruchtigkeit, Kurkuma eine erdige Wärme.
Die Kräuterseite ist mitteleuropäisch: Liebstöckel kräftig-suppig, Majoran herb-süßlich — das klassische Gulaschkraut —, dazu Schnittlauch. Piment und schwarzer Pfeffer geben Wärme, Koriander eine blumige Note.
Die Schärfe ist mild bis mittel. Wer ein scharfes Gulasch will, gibt frischen Chili oder scharfen Paprika dazu.
Zutaten
