Verwendung
Kreuzkümmel braucht Fett und Hitze. Er wird am Anfang kurz im Öl mitgeröstet, bis er duftet — erst dann entfaltet er sein volles Aroma. Wer ihn in die fertige Sauce rührt, bekommt einen Bruchteil davon.
Dreißig Sekunden reichen; danach wird er bitter. Deshalb: Zwiebeln anschwitzen, Kreuzkümmel dazu, kurz rühren, sofort ablöschen.
Er steckt in praktisch jeder Currymischung, in Chili con Carne, in Falafel und Hummus, in Couscous und Tajine, in mexikanischen Gerichten und in Dukkah. Auch an Möhren, Kürbis und Linsen.
Gut zu wissen
80 g in der wiederverschließbaren Blechdose, gemahlen.
Kreuzkümmel ist nicht Kümmel. Der deutsche Name führt in die Irre — botanisch und geschmacklich sind es zwei verschiedene Gewürze. Kreuzkümmel (international: Cumin) schmeckt warm und orientalisch, Kümmel deftig und erdig. Wer sie verwechselt, macht aus einem Curry ein Sauerkrautgericht.
Gemahlen verliert Kreuzkümmel schneller an Aroma als ganz. Trocken und dunkel lagern und innerhalb eines Jahres aufbrauchen.
Herstellung
Kreuzkümmel ist die getrocknete Frucht einer Doldenblütlerpflanze aus dem Vorderen Orient. Die Samen werden geerntet, getrocknet und gemahlen — für dieses Produkt bereits gemahlen, damit er sich direkt einsetzen lässt.
Der Kreuzkümmel stammt aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Geschmack
Warm, erdig und leicht harzig, mit einer nussigen Note und einer feinen Bitterkeit im Hintergrund. Er ist eines der wenigen Gewürze, die ein Gericht sofort geografisch einordnen — sobald Kreuzkümmel dabei ist, schmeckt es nach Orient, Nordafrika oder Mexiko.
Angeröstet wird er deutlich runder und nussiger; roh eingerührt bleibt er kantiger und etwas bitter.
Er verträgt sich besonders gut mit Koriander, Kurkuma und Chili — die Kombination bildet das Grundgerüst der meisten Currys und Chilipulver.
Zutaten
