Verwendung
Muskat wird zum Schluss zugegeben. Sein Aroma ist flüchtig und verliert sich beim langen Kochen — in der Béchamel also erst rühren, wenn die Sauce fertig ist.
Eine Messerspitze reicht meist für vier Portionen. Muskat ist sehr ergiebig und wird bei Überdosierung schnell bitter und aufdringlich.
Klassisch in Kartoffelpüree, Béchamel und Käsesauce, an Spinat, in Blumenkohl- und Kohlgerichten, in Hackfleisch, in Lebkuchen und Weihnachtsgebäck, in Eierlikör und Milchreis.
Gut zu wissen
100 g in der wiederverschließbaren Blechdose, gemahlen.
Gemahlene Muskatnuss verliert ihr Aroma schneller als die ganze Nuss — dafür ist sie sofort einsetzbar und gleichmäßig dosierbar. Innerhalb eines Jahres aufbrauchen und trocken sowie dunkel lagern.
In großen Mengen wirkt Muskat berauschend und ist dann gesundheitlich bedenklich. Bei den Mengen, die in der Küche üblich sind — Messerspitzen —, spielt das keine Rolle.
Herstellung
Muskat ist der getrocknete Samenkern der Frucht des Muskatnussbaums. Um denselben Kern liegt außerdem ein roter Samenmantel, der getrocknet als Macis gehandelt wird — zwei Gewürze aus einer Frucht, mit deutlich unterschiedlichem Geschmack.
Die Muskatnuss stammt aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Geschmack
Warm, nussig und leicht süßlich, mit einer holzigen Tiefe und einer feinen Bitterkeit im Abgang. Muskat schmeckt zugleich süß und herzhaft — deshalb funktioniert er in Kartoffelpüree ebenso wie im Lebkuchen.
Seine Stärke liegt darin, dass er milchige und stärkehaltige Speisen aufwertet, ohne selbst hervorzutreten: Kartoffelpüree ohne Muskat schmeckt flach, mit Muskat vollständig — und die meisten könnten nicht benennen, warum.
Überdosiert kippt er ins Bittere und Parfümierte. Bei Muskat ist weniger fast immer richtig.
Zutaten
