Verwendung
Ganze Nüsse werden mit einer feinen Reibe direkt über das Gericht gerieben — zum Schluss, wenn die Sauce fertig ist. Muskat ist flüchtig und verliert beim Mitkochen den größten Teil seines Aromas.
Ein paar Züge über die Reibe reichen für vier Portionen. Überdosiert wird Muskat bitter und aufdringlich.
Klassisch in Kartoffelpüree, Béchamel und Käsesauce, an Spinat und Blumenkohl, in Hackfleischgerichten, in Lebkuchen und Weihnachtsgebäck, in Eierlikör und Milchreis.
Gut zu wissen
80 g in der wiederverschließbaren Blechdose, ganze Nüsse.
Ganz statt gemahlen ist bei Muskat der größte Unterschied im ganzen Gewürzregal. Gemahlene Muskatnuss verliert ihr Aroma innerhalb weniger Monate; die ganze Nuss hält es über Jahre, weil das ätherische Öl im Inneren eingeschlossen bleibt. Frisch gerieben schmeckt sie deutlich intensiver und süßlicher.
Wer es bequemer will: gemahlene Muskatnuss. Trocken und dunkel lagern.
In großen Mengen wirkt Muskat berauschend und ist gesundheitlich bedenklich. Bei Küchenmengen — ein paar Reibezüge — spielt das keine Rolle.
Herstellung
Die Muskatnuss ist der getrocknete Samenkern der Frucht des Muskatnussbaums. Um den Kern liegt ein roter Samenmantel, der getrocknet als Macis gehandelt wird — zwei verschiedene Gewürze aus einer einzigen Frucht.
Die Nüsse stammen aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Geschmack
Warm, nussig und süßlich, mit holziger Tiefe und einer feinen Bitterkeit im Abgang. Frisch gerieben ist die süßliche, fast blumige Seite deutlich stärker ausgeprägt als bei gemahlener Ware.
Muskat schmeckt zugleich süß und herzhaft — deshalb passt er in Kartoffelpüree ebenso wie in Lebkuchen.
Seine eigentliche Leistung ist unsichtbar: Er hebt milchige und stärkehaltige Speisen an, ohne selbst hervorzutreten. Kartoffelpüree ohne Muskat schmeckt flach, mit Muskat vollständig.
Zutaten
