Verwendung
Ras el Hanout entfaltet sich in Fett, nicht in Wasser. Deshalb gehört es an den Anfang: Zwiebeln in Öl anschwitzen, ein bis zwei Esslöffel Gewürz kurz mitrösten, bis es duftet, dann erst Fleisch, Gemüse oder Flüssigkeit dazugeben. Ohne dieses Anrösten bleibt die Mischung stumpf.
Klassisch für Tajine mit Lamm oder Huhn, für Couscous, für Möhren-Ingwer-Suppe. Ebenso gut an Linsen und Kichererbsen, über Ofengemüse mit Kürbis und Karotte, an Reis, in einer Joghurtmarinade für Hähnchen.
Weil Zimt, Nelken und Sternanis darin stecken, funktioniert die Mischung auch in süßlichen Richtungen: an Ofenkürbis mit Honig, an geschmorte Aprikosen oder Pflaumen zum Fleisch.
Gut zu wissen
100 g in der wiederverschließbaren Blechdose. Ras el Hanout heißt übersetzt etwa „Kopf des Ladens" — gemeint ist die beste Mischung, die ein Händler zu bieten hat. Eine feste Rezeptur gibt es nicht; jede Manufaktur macht ihre eigene. Diese hier hat zwölf Zutaten.
Sparsam dosieren: Nelken und Sternanis sind durchsetzungsstark. Trocken und dunkel lagern.
Herstellung
Wir mischen und füllen unser Ras el Hanout in unserer Manufaktur im Odenwald ab. Zwölf Zutaten, sonst nichts: kein Trennmittel, kein Geschmacksverstärker, kein Aroma, kein raffinierter Zucker und kein Salz. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Dass kein Salz enthalten ist, ist Absicht: In der Tajine wird über Stunden reduziert, und eine gesalzene Gewürzmischung würde das Ergebnis unberechenbar machen.
Geschmack
Koriander, Cumin und Kurkuma bilden die erdige Basis, wie in den meisten nordafrikanischen Mischungen. Darüber liegt aber etwas, das man in einem Curry nicht findet: eine deutliche Süßgewürzschicht aus Zimt, Nelken und Sternanis.
Diese Kombination macht Ras el Hanout aus — warm, fast weihnachtlich, und doch herzhaft. Macis, die Muskatblüte, ist feiner und blumiger als die Nuss selbst und verbindet beide Seiten. Ingwer bringt eine frische Schärfe, Knoblauch die herzhafte Erdung.
Die Dattelsüße rundet ab, ohne süß zu machen. Chili ist enthalten, hält sich aber zurück — Ras el Hanout lebt von Aroma, nicht von Schärfe.
Zutaten
Nährwerte
| je 100 g | |
|---|---|
| Energie (kJ) | 1570 kJ |
| Energie (kcal) | 375 kcal |
| Fett | 10,8 g |
| - davon gesättigte Fettsäuren | 1,3 g |
| Kohlenhydrate | 49,3 g |
| - davon Zucker | 33,5 g |
| Eiweiß | 10,8 g |
| Salz | 0,04 g |
