Verwendung
Sternanis wird ganz mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Ein Stern reicht für einen Liter Flüssigkeit oder einen Schmortopf — er gibt sein Aroma langsam und über lange Zeit ab.
Deshalb gehört er an den Anfang: in den Glühwein beim Erhitzen, in den Schmortopf beim Ablöschen, in die Brühe beim Ansetzen.
Klassisch in Glühwein und Punsch, in Rotkohl und Apfelkompott, in asiatischen Brühen wie Pho, an geschmortem Schweinebauch und Ente. Auch in Lebkuchen und Spekulatius.
Gut zu wissen
40 g in der wiederverschließbaren Blechdose, ganze Sterne. Weil die Sterne sehr leicht sind, ergibt das eine große Anzahl.
Sternanis und Anis sind botanisch nicht verwandt — sie teilen nur den Aromastoff Anethol und schmecken deshalb ähnlich. Sternanis ist dabei die deutlich kräftigere Variante.
Gemahlen steckt er auch in unserem Five Spice und im Apfelkuchen Gewürz. Trocken und dunkel lagern.
Herstellung
Sternanis ist die getrocknete Sammelfrucht eines immergrünen Baums aus Südchina und Vietnam. Die Frucht wird grün geerntet und getrocknet — dabei öffnet sie sich zu der achtstrahligen Sternform, die dem Gewürz seinen Namen gibt.
Der Sternanis stammt aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Geschmack
Süßlich-anisig mit einer warmen, leicht harzigen Tiefe und einer Spur Lakritze. Er ist deutlich intensiver als Fenchel oder Anis und braucht entsprechend wenig Menge.
In herzhaften Gerichten wirkt er ganz anders als in süßen: Zu geschmortem Fleisch gibt er eine dunkle Süße, die man nicht als Anis erkennt, sondern als Tiefe. Genau dafür wird er in der chinesischen Küche verwendet.
Überdosiert wird er schnell dominant und drängt alles andere weg. Ein Stern ist meist genug.
Zutaten
