Verwendung
Rosmarin ist das kräftigste unserer Kräuter und gehört früh ins Gericht. Er verträgt lange Garzeiten und hohe Temperaturen — deshalb funktioniert er auf dem Blech, wo feinere Kräuter verbrennen würden.
Sparsam dosieren: Ein Teelöffel reicht für ein Blech Kartoffeln. Zu viel Rosmarin schmeckt schnell harzig und drängt alles andere weg.
Klassisch an Rosmarinkartoffeln, Lamm, Focaccia, Ofengemüse und Schmorgerichten. In Öl eingelegt ergibt er ein Rosmarinöl, das wochenlang hält. Auch an Pilze und weiße Bohnen.
Gut zu wissen
60 g in der wiederverschließbaren Blechdose — die größte Menge unter unseren Kräutern, weil Rosmarinnadeln schwerer sind als Blattkräuter.
Wer eine fertige Kombination sucht: In den Kräutern der Provence ist Rosmarin die Leitzutat, im Gewürzsalz mit Rosmarin und Chili steckt er zusammen mit grobem Salz.
Trocken und dunkel lagern.
Herstellung
Die nadelförmigen Blätter werden getrocknet und geschnitten — geschnitten deshalb, weil ganze Nadeln im Essen unangenehm stechen können.
Der Rosmarin stammt aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose.
Geschmack
Harzig, kräftig und leicht kampferartig, mit einer kiefernartigen Note — Rosmarin schmeckt mehr nach Wald als nach Kraut. Dahinter liegt eine dezente Bitterkeit.
Er ist eines der wenigen Kräuter, deren Aroma beim Erhitzen intensiver statt schwächer wird. Das macht ihn zum Bratenkraut und erklärt zugleich, warum er in kalten Speisen selten funktioniert.
Mit Knoblauch, Zitrone und Olivenöl bildet er eine Verbindung, die man aus der ganzen Mittelmeerküche kennt.
Zutaten
Nährwerte
| je 100 g | |
|---|---|
| Energie (kJ) | 1352 kJ |
| Energie (kcal) | 328 kcal |
| Fett | 15,2 g |
| - davon gesättigte Fettsäuren | 7,4 g |
| Kohlenhydrate | 21,5 g |
| - davon Zucker | 2,5 g |
| Eiweiß | 4,9 g |
| Salz | 0,13 g |
